1. Qualifikation Also, im Gegensatz zu den "normalen" offenen Turnieren, musst du dich für die DM qualifiziert haben. Qualifizieren kann sich logischerweise nur derjenige, der an min. einem offenen Turnier mitgespielt hat. ("Offenes Turnier" heißt: es handelt sich um ein Turnier, an dem jeder mitspielen kann und das Turnier wird für die Weltrangliste gewertet.) Details zur Qualifikation kannst du der offiziellen Verbandsseite (Stratego-Deutschland) entnehmen. 2. Jeder spielt sieben Runden (kein K.O.-System) Wenn du also qualifiziert bist und pünktlich angereist bist, weist dir das Programm in sieben Runden sieben Gegner zu. D. h., es wird nicht nach K.O-System gespielt, in dem man irgendwann "rausfliegen" würde, sondern nach dem Schweizer System. 3. Erste Runde Das Programm swiss perfect führt die Paarungen für die erste Runde durch. Dabei setzt das Programm zunächst den Stärksten und den schwächsten Spieler, den Zweistärksten und den Zweitschwächsten usw. zusammen. So hat auch ein - tatsächlich oder vermeintlich - schwacher Spieler die Chance, sich an einem Topp-Spieler zu messen. Nach der ersten Runde hat man dann eine Runde Gewinner und eine Runde Verlierer. 4. Die weiteren Runden In den folgenden Runden setzt der Computer dann jeweils die Partner zusammen, die sich gleich gut oder schlecht geschlagen haben. Stürmen also z. B. 5 Leute durch mehrere Siege an die Spitze, dann werden diese 5 auch in der Regel aufeinandertreffen. Das gleiche gilt umgekehrt: Je mehr du verlierst, desto schwächer werden auch die Gegner, die dir der Computer zuweist. 5. Spielmodus Am Brett selber wird mit elektronischen (Schach)-Uhren gespielt. Der Modus bei der DM ist 16:04 (persönliche Spielzeit von 16 Minuten und 4 Sekunden; wird innerhalb weniger Sekunden gezogen - und die Uhr gedrückt - läuft die persönlliche Spielzeit nicht ab). Die Gesamtspielzeit pro Runde beträgt 65 Minuten, darin sind 5 Minuten für den Figurenaufbau enthalten. Näheres kann im Regelwerk auf der Seite des Stratego-Verbands nachgelesen werden (www.stratego-deutschland.de) 6. Siegerehrung Geehrt werden die Plätze 1 - 3 der Junioren und die Plätze 1 - 3 der Senioren. Der Junior und der Senior auf Platz 1 dürfen sich dann bis zur nächsten Meisterschaft "Deutscher Meister" nennen! In der Meisterschaft am 27.11.2010 errangen die Titel Benedikt Abel bei den Junioren und Steffen Annies bei den Senioren. Steffen, der auch 2009 Weltmeister wurde, errang den Titel "Deutscher Meister" zum vierten Mal; das ist vor ihm noch keinem Strategen gelungen! |